Steuerberater in Mainz, Dr. Jörg Lehr


Informationsveranstaltung Unternehmen online

Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant,

die täglichen Verwaltungsaufgaben in Ihrem Unternehmen nehmen zunehmend mehr Zeit in Anspruch. Mit Hilfe der Digitalisierung von Belegen kann  dieser Aufwand in der Regel erheblich reduziert werden.

Das DATEV-Programm  Unternehmen online bietet hierfür eine flexible Plattform zur Nutzung der digitalen Belege für die Finanz- und Lohnbuchhaltung, zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Kassenführung.

Der Unternehmer scannt seine Belege und überträgt sie ins DATEV-Rechenzentrum. Dort stehen die digitalisierten Dokumente für das Unternehmen und den Steuerberater zentral zur Verfügung.

Auf Basis der digitalen Belege werden die Zahlungsträger automatisch vom Programm vorausgefüllt und können an die Bank übermittelt werden. Sie erhalten zeitnah einen aktuellen Überblick über alle offenen und bezahlten Rechnungen. Ihr Steuerberater greift ebenfalls direkt auf die digitalisierten Belege zu und erstellt hieraus Ihre Finanz- und Lohnbuchhaltung. Anschließend stellt Ihnen der Berater die Auswertungen der Buchhaltung digital bereit. Die Originalbelege bleiben im Unternehmen.

DATEV Unternehmen online bietet zusätzlich die Möglichkeit, Angebote zu erstellen, Rechnungen zu schreiben und die Kasse ordnungsgemäß zu führen.

In der Informationsveranstaltung

    „DATEV Unternehmen online“
    Zeitersparnis durch Digitalisierung

    am  18. Oktober 2016
    um  18.00 Uhr
    in der Steuerkanzlei Lehr
     Jean-Pierre-Jungels-Str. 6
     55126 Mainz

wird Ihnen David Thelen von der Firma CDS Peter Griese GmbH die Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Praxiserfahrungen  mit diesem Programm aufzeigen.

Nutzen Sie die Gelegenheit und prüfen Sie, ob DATEV Unternehmen online auch Sie bei Ihren täglichen Verwaltungsaufgaben entlasten kann.

Zu dieser Veranstaltung können Sie auch gerne Geschäftspartner, interessierte Freunde und Bekannte mitbringen.

Fragen stellen und anmelden können Sie sich per vorerfassten Mail oder telefonisch unter der 06131-948000.

Dr. Jörg Lehr
Rechtsanwalt/Steuerberater


Kasse machen – aber richtig

steuerliche Anforderungen an offene Ladenkassen und Registrierkassen

Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant,

in Ihrem Betrieb vereinnahmen Sie einen hohen Anteil der Umsätze bar. In solchen Unternehmen liegt der Schwerpunkt bei steuerlichen Betriebsprüfungen erfahrungsgemäß auf der Kassenführung.

Die formellen Anforderungen an die Kassenführung sind hoch und Beanstandungen führen in der Praxis regelmäßig zu Zuschätzungen durch die Betriebsprüfer.

Ab dem 01.01.2017 dürfen nur noch Registrierkassen eingesetzt werden, die alle Einzelumsätze unverändert und vollständig aufzeichnen und aufbewahren.

Sollten Sie eine Registrierkasse im Einsatz haben, empfehle ich Ihnen Kontakt mit Ihrem Kassenaufsteller aufzunehmen und zu klären, ob das bei Ihnen eingesetzte Kassensystem den Anforderungen ab 01.01.2017 entspricht.

Auch die Anforderungen an eine ordnungsmäßige Kassenführung bei offenen Ladenkassen wurden in den letzten Jahren ständig erhöht.

Um Sie vor „teuren“ Fehlern bei der Kassenführung zu bewahren, möchten wir Sie zu einem Unternehmerfrühstück mit dem Thema

         „Kasse machen – aber richtig“
          Steuerliche Anforderungen an offene Ladenkassen und Registrierkassen

          am Montag, den 24. Oktober 2016
          um 9.30 Uhr
          in der Steuerkanzlei Lehr
         Jean-Pierre-Jungels-Str. 6, 55126 Mainz

einladen.

Bei Fleischwurst und Brötchen werden Steuerberater Jörg Lehr aus steuerlicher Sicht und Wolfgang Weiner von Registrierkassen Weiner & Pfeiffer aus technischer Sicht die Fehlerquellen bei der Kassenführung beleuchten.

Da bei Betriebsprüfungen die Kassenführung häufig beanstandet wird und Zuschätzungen zu Steuernachforderungen führen, sollten Sie die Informationsmöglichkeit unbedingt wahrnehmen.

Aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten bitten wir um Bestätigung Ihrer Teilnahme per vorerfassten E-Mail oder telefonisch unter 06131-948000.

Dr. Jörg Lehr
Rechtsanwalt/Steuerberater


Sozialversicherungspflicht Gesellschafter-Geschäftsführer

Das Bundessozialgericht (BSG) hat Ende 2015 seine Rechtsprechung zur sozialversicherungsrechtlichen Selbständigkeit von Gesellschaftern-Geschäftsführern von GmbHs, GmbH & Co. KGs und OHGs verschärft.

Der Sozialversicherungspflicht unterliegt jeder Geschäftsführer, der abhängig beschäftigt ist. Eine abhängige Beschäftigung ist gekennzeichnet durch
                 • Eingliederung des Beschäftigten in den betrieblichen Organismus und
                 • Weisungsgebundenheit hinsichtlich Zeit, Dauer, Ort und Art der 
                    Arbeitsausführung.

In der Vergangenheit wurden Geschäftsführer auch ohne Anteilsmehrheit nicht als sozialversicherungspflichtig eingeordnet, wenn faktisch keine Weisungsrechte durch die Gesellschafter ausgeübt wurden (z. B. in Familiengesellschaften). Nach der neuen Rechtsprechung des BSG wird maßgeblich auf die gesellschaftsrechtlichen Stimmrechte abgestellt.

Der Gesellschafter-Geschäftsführer ist danach nur dann selbständig und sozialversicherungsfrei, wenn er unerwünschte Weisungen der Gesellschafterversammlung verhindern kann. Dies ist i.d.R. der Fall, wenn er
                • Mehrheitsgesellschafter oder 
                • Minderheitsgesellschafter mit einer Sperrminorität ist (z.B. bei einer Beteiligung
                   von 25,1% bei einer notwendigen Mehrheit von 75%
                   für Gesellschafterbeschlüsse gem. Satzung).

Demgegenüber sind Minderheitsgesellschafter(-Geschäftsführer) ohne Sperrminorität regelmäßig sozialversicherungspflichtig, nämlich dann, wenn sie nach dem Gesamtbild der Tätigkeit weisungsgebunden sind.

Soweit Sie als Minderheitsgesellschafter aufgrund des für Gesellschafterbeschlüsse geltenden Mehrheitsprinzips von 50% nicht in der Lage sind unerwünschte Weisungen der Gesellschafterversammlung zu verhindern, sind Sie nach der neuen Rechtsprechung des BSG sozialversicherungspflichtig.

Soweit Sie durch eine Statusfeststellung nach § 7a SGB IV als sozialversicherungsfrei eingestuft wurden, haben Sie bis zu einer Aufhebung der Statusfeststellung Rechtssicherheit.

Soweit bislang keine Feststellung Ihres sozialversicherungsrechtlichen Status erfolgte, drohen für die Vergangenheit möglicherweise massive Beitragsnachforderungen.

Ihre Sozialversicherungspflicht kann möglicherweise durch die Vereinbarung einer Sperrminorität oder einer Stimmrechtsbindung im Gesellschaftsvertrag verhindert werden.

Wir beraten Sie gerne ausführlich dazu.


Gewinnermittlung bei Abschlagszahlungen

Der BFH hat entschieden, dass die Gewinnrealisierung für erhaltene Zahlungen bei einem bilanzierenden Ingenieur oder Architekt bereits eintritt, wenn sein Anspruch auf eine Abschlagszahlung nach § 8 HOAI entstanden ist. Die Finanzverwaltung will diese Grundsätze auf alle Abschlagszahlungen nach § 632a BGB (Werkverträge) anwenden.

Bei Werkverträgen wurde bislang erst mit der Übergabe und Abnahme des Werkes durch den Besteller eine Gewinnrealisierung angenommen.
Bis zur Abnahme vereinnahmte Zahlungen waren als erhaltene Anzahlungen zu passivieren, so dass das nicht fertiggestellte Werk bis zur Abnahme erfolgsneutral behandelt wurde.

Der BFH bejaht in seinem Urteil vom 14.05.2014 bei Architekten und Ingenieuren eine Gewinnrealisierung bereits, wenn durch die auftragsgemäße und nachgewiesene Erbringung der Planungsleistung der Anspruch auf eine Abschlagszahlung nach § 8 Abs. 2 HOAI entstanden ist.

Die Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 29.06.2015) will künftig diese Urteilsgrundsätze auch auf Abschlagszahlungen nach § 632a BGB und damit auf alle bilanzierenden Unternehmen, die Abschlagszahlungen in Rechnung stellen, anwenden. Echte Vorschusszahlungen führen weiterhin zu keiner Gewinnrealisierung.

Betroffen sind erstmals Jahresabschlüsse zum 31.12.2015. Zur Vermeidung von Härten kann der aus der Änderung der Rechtsprechung resultierende Gewinn auf bis zu 3 Jahren gleichmäßig verteilt werden.

Die Anwendung der BFH-Grundsätze für alle Abschlagszahlungen auf Werkverträge ist m.E. zu weitgehend. Eine Abschlagszahlung kann nach § 632a BGB nur für eine vertragsgemäß erbrachte Werkleistung verlangt werden.  Voraussetzung zur Prüfung, ob eine Leistung vertragsgemäß erbracht wurde, ist eine prüfbare (Abschlags-)Rechnung. Daran fehlt es bei Abschlagsrechnungen regelmäßig.

Über kurz oder lang wird die Auffassung der Finanzverwaltung finanzgerichtlich überprüft werden.

Soweit der Unternehmer ab 2015 mit der Abschlagszahlung die anteiligen Gewinne nicht versteuert und die Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen gerichtlich bestätigt werden sollte, droht ihm eine Nachversteuerung.

Im Rahmen der Abschlusserstellung 2015 werden wir unsere Mandanten wegen der weiteren Vorgehensweise ansprechen.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie uns bitte an.


Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz verfassungswidrig

Mit dem am 17.12.2014 verkündeten Urteil hat das Bundesverfassungsgericht die Vergünstigungen für Übertragungen von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer für verfassungswidrig erklärt. Die Vorschriften sind zunächst weiter anwendbar; der Gesetzgeber muss bis 30. Juni 2016 eine Neuregelung treffen.
 

Hintergund:
Der BFH hatte dem BVerfG die Frage vorgelegt, ob § 19 Abs. 1 ErbStG (Tarifvorschrift)  in der im Jahr 2009 geltenden Fassung i. V. mit §§ 13a und 13b ErbStG wegen Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verfassungswidrig ist. 

Die §§ 13a und 13b ErbStG sehen für den Übergang von Betriebsvermögen, von qualifizierten Anteilen an Kapitalgesellschaften und von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen eine Steuerbefreiung in Höhe von 85% (Regelverschonung) bzw. 100% (Optionsverschonung) vor, wenn bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich der Zusammensetzung dieses Vermögens (sog. Verwaltungsvermögen), seines Erhsalts in der Hand des Erwerbers (sog. Behaltensfrist) und der mit dem Vermögen verbundenen Arbeitsplätzen (sog. Lohnsummenregelung) erfüllt werden.

Nach Auffassung des BFH ist ein Verfassungsverstoß zu bejahen, weil dieses Vergünstigungssystem eine verfassugswidrige Überpriviligierung darstelle.

Im Zusammenwirken mit persönlichen Freibeträgen und weiteren Verschonungen sei die Steuerbefreiung die Regel und die tatsächliche Besteuerung die Ausnahme - so der Befund des BFH.

Hierzu führte das BVerfG weiter aus:
Zwar liegt es im Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers, kleine und mittlere Unternehmen, die in personaler Veranwortung geführt werden, zur Sicherung ihres Bestands und zur Erhaltung der Arbeitsplätze steuerlich zu begünstigen.

Die Priviligierung betrieblichen Vermögens ist jedoch unverhältnismäßig, soweit sie über den Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen hinausgreift, ohne eine Bedürfnisregelung vorzusehen.

Ebenfalls unverhältnismäßig sind die Freistellung von Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten von der Einhaltung einer Mindestlohnsumme und die Verschonung betrieblichen Vermögens mit einem Verwaltungsvermögensanteil bis zu 50%.

§§ 13a und 13b ErbStG sind auch insoweit verfassungswidrig, als sie Gestaltungen zulassen, die nicht zu rechtfertigenden Ungleichbehandlungen führen.

Die geannten Verfassungsverstöße haben zur Folge, dass die vorgelegten Regelungen insgesamt mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar sind.


Ihr Steuermann in Steuerfragen!

Warum haben wir uns als Steuerkanzlei wohl für Yachtfotografien in unseren Räumlichkeiten entschieden?

Etwa weil der Kanzleiinhaber passionierter Segler ist? Mitnichten!

Die Yachtfotografie verdeutlicht, wie mächtig und gewaltig die Wassermassen sind und wie geschickt eine Segelcrew sein muss, um diese Gewalten zu beherrschen.

Die Parallele zum deutschen Steuerrecht drängt sich auf:

Ohne erfahrene Segelcrew und ohne Steuermann findet kein Normalbürger seinen Weg durch die Steuermassen.

Es gibt aber einen weiteren Grund, warum wir uns für die Yachtfotografien von Nico Krauss entschieden haben: Sie sehen einfach toll aus!

Nico Kraus, geboren 1967 in Hamburg, machte nach dem Abitur eine Ausbildung in der Werbebranche, studierte Geisteswissenschaften, absolvierte ein Volontariat bei einem Wassersportmagazin und kam als Autodidakt zur Fotografie. Es folgten Assistenzen bei Reportage- und Modefotografen und seit 1998 freischaffende Fotografie mit Schwerpunkt Maritime- und Landschaftsfotografie für Magazine, PR und Werbung. Er führt ein Fotostudio und eine Galerie in seiner Heimatstadt Hamburg